Bilder aus Thannhausen

Kirchen und Kapellen in Thannhausen  (Heimathefteintrag Nr. 5)
 

* Kath. Stadtpfarrkirche "Mariä Himmelfahrt"

Der barocke Neubeu ist zwischen 1740 und 1780 entstanden. (vorher ab 1150 romanischer Bau mit Wehrturm und ca. 1300-1400 gotischer Umbau bzw. Erweiterung)

Ab 1740 Bau der Kirche, Baumeister Johann Kaspar Radmiller aus Thannhausen,

Hochaltar, vordere Seitenaltäre und Kanzel von Johann Einsle, Göggingen, waren um 1744 fertig - Chorgestühl und Beichtstühle wurden von der alten Kirche übernommen (Sie sind ca. 1680 entstanden) - 1746 Einweihung der neuen Kirche

Die Deckengemälde "Himmelfahrt Christi" und "Geburt Christi" im Chor sind 1787 entstanden durch den Augsburger Kunstmaler Joseph Christ.

Hochaltarbilder Mariä Verkündigung, Geburt Christi, Jesus am Ölberg wurden von Xaver Abele aus Thannhausen (geb. 1873) gemalt

Altarbild linker Seitenaltar: "Mariä Tempelgang" von Konrad Huber 1817

Altarbild rechter Seitenaltar: "Aufopferung Jesu im Tempel" von Konrad Huber 1817

Bild Seitenaltar hinten rechts: Kreuzigung, entstanden 1847

Bild Seitenaltar hinten links: "Kriegeraltar" Schmerzhafte Mutter mit Soldaten und Stadtbild von Thannhausen, 1921 entstanden

Orgel von Baltasar Pröbstle aus Füssen seit 1880

8-eckiger Pyramidenturm 1873 errichtet Höhe 60 m - vorher Satteldachturm

3. Beichtstuhl hinten wurde 1953 eingerichtet.

1992 erhielt die Kirche einen neuen Volksaltar aus Muschelkalk statt des Holz-Provisoriums seit dem Ende des Konzils 1966.

1996 wurde eine Festwoche zum 250-jährigen Bestehen der Kirche gefeiert.

 

* Evangelische Christuskirche

Das achteckiges Gebäude wurde 1966 fertig gestellt und eingeweiht.

Der Kirchenbauer, Architekt Frhr. von Malsen aus Neu-Ulm beschreibt den Kirchenbau selbst:

„Kirche und Gemeindehaus stehen an einer versetzten Straßenkreuzung, deren östlicher Abzweig als Zufahrt zu neueren Wohnhäusern und wegen seiner Breite die größere Bedeutung zukommt als dem  westlich einmündenden Verbindungsweg. Aus dieser städtebaulichen Situation ergab sich der Gedanke, mit einem achteckigen Rundbau die schwingende Bewegung der östlich abzweigenden Straße zu unterschreiben und durch möglichstes Zurückrücken aller Baukörper an die nördliche Grundstücksgrenze eine platzartige Erweiterung am Kopf dieser Straße zu gewinnen. Eine hier schon bestehende Baumbepflanzung am Straßenrand sollte möglichst in die Bebauung einbezogen werden. So wurde mit diesem platzartigen Kirchenvorplatz eine Zäsur und damit ein Ruhepunkt in der Folge oft gleichgearteter Straßenzüge gewonnen. 

Der freistehende Turm mit seinen zwei Glocken zeigt diese Bewegung schon im Verlauf der Jakob-Zwiebel-Straße von weitem an. Mit seiner schlanken Höhe behauptet er sich gegen die vorhandene und zukünftige Straßenbebauung und gibt dem relativ kleinmaßstäblichen Gemeindezentrum den notwendigen Akzent. Das sich östlich der Kirche anschließende Gemeinde- und Mesnerhaus bildet mit seinem Hof einen eigenen, kleinen, internen Bereich. Das Achteck der Kirche bestimmt auch sein Inneres als Gemeindekirche, in der mit der Anordnung der segmentartig und an der Wand umlaufenden Bestuhlung Gemeinde und Altarzone weitgehend einander zugeordnet sind und die Gemeinde gewissermaßen den ganzen Altarbereich umschließt. Die achsiale Anordnung von Taufstein – Altar und Kanzel unterstreicht die Ausrichtung der Gemeinde auf diesen einen Raum des liturgischen Geschehens. Materialmäßig sollte sich die Kirche auf die eigenen heimischen Baustoffe beschränken. Ein 60 cm starkes Ziegelmauerwerk mit innen sichtbarer Verfugung trägt den auf Stahl- und Betonkonsolen ruhenden zeltartig gefalteten Holzdachstuhl mit seiner Bretterverkleidung. Die Bestuhlung, aus gewachster Fichte für etwa 200 Sitzplätze steht auf einem roten Klinkerboden, die kleine Musikempore versucht sich auf ihren schlanken weißen Stahlstützen und ihrer transparenten Wendeltreppe ohne Störung des Raumes diesem einzuordnen und die Reihung der kleinen quadratischen Fenster mit ihren tiefen Leibungen begleitet die kreisförmige Bestuhlung, die aufstrebenden Giebelecken werden durch hochgezogene Fenster betont. Die Altarinsel besteht aus geschliffenem Solnhofer Kalkstein. So sollten die Einfachheit des Materials, die bewegte Form des Kirchenraumes zu Klarheit und Ausgewogenheit führen.

Zur bisherigen künstlerischen Ausgestaltung verhalfen neben den Paramenten Eva Moshak mit Altarkreuz, Leuchtern, Kanzelpult und der ornamentartig verzierten, in ihrer Form klaren Taufschale, sowie Walther Senf mit seiner Gestaltung der bleigefassten Fenster (beide aus München).“  https://www.evkth.de/kirchenbau.html

 

* Leonhardskapelle 

Sie wurde errichtet um 1600 zu Ehren des Hl. Leonhard. Südöstlich davon wurde 1628 ein Pestfriedhof angelegt.

 

* Lourdeskapelle

Erbaut 1904 -   Vers von Geistl. Rat Jakob Zwiebel "Beschütze unser Mindeltal..."


* Stadionkapelle  erbaut 1722 auf dem Grund der Synagoge, die 1718 nach der Ausweisung der Juden abgebrochen wurde. Deshalb auch der Name "Judenkapelle" im Volksmund.

8-eckige Grundform - rechts neben dem Eingang ist ein Opferstock aus der ehemaligen Synagoge zu sehen (mit gemalter Blechtafel -Moses und die Gesetzestafeln- aus dem Jahr 1722.  Infos zum Thema Juden in Thannhausen

 

* Pfarrkirche im Stadtteil Burg 

erbaut 1762 -  Deckengemälde zum Thema: Heilig Kreuz 

Der Stadtteil Burg (Heimatheft Nr. 25)Hoch über dem Mindeltal liegt der Stadtteil Burg mit seinem Wahrzeichen, dem Burgstall.
Schon zu Römerzeiten gab es auf der Burger Bergkuppe eine Bergfeste, um die Gegend bis nach Mindelheim beobachten zu können. Aus dieser römischen Bergfeste entstand im Mittelalter eine Ritterburg. Diese Burg wurde im Jahr 1440 abgerissen und war noch etwa 400 Jahre lang als Ruine erhalten. Im Bereich der Burganlage fand man 1989 einen runden Schacht, der wohl einmal der Burgbrunnen war. Die Burgstallanlage und der Brunnen wurden wieder aufgebaut und mit einem Burgstallfest eingeweiht. Heute wird darin ein Freilichttheater aufgeführt.  Das Burgstalltheater

 

* Kapelle in Nettershausen mit Patrozinium "Mariä Opferung"

Erbaut 1699 und 1791 umgebaut.

Der Stadtteil Nettershausen (Heimatheft Nr. 25)

Nettershausen ist ein Stadtteil  unseres Heimatortes Thannhausen. 
Der Ortsname stammt vermutlich vom altgermanischen Sippenführer und Ortsgründer
Nanther (Nanthershusen).Er gründete die Siedlung in der Zeit zwischen 500 und 600.
Der kleine Ort mit derzeit ____ Einwohnern schmiegt sich an den bewaldeten Karrenberg an. In der Ortsmitte steht die Marienkapelle, welche im Jahre 1698 fertiggestellt 
und mittlerweile wieder renoviert wurde. Am 1. Januar 1977 wurden Burg und Nettershausen bei der Gebietsreform eingemeindet. Wir messen die Entfernungen (jeweils Ortsschild) von:
Thannhausen bis Nettershausen: ______ km        Nettershausen bis Burg: ______ km

 

* Kalvarienberg in Thannhausen (siehe unten)

Kapelle 1931 neu gebaut mit Kreuz aus dem 16. Jahrhundert.
 

Szenen aus dem Kirchenjahr (Bilder siehe unten)

Fronleichnamsfest 2003     Fronleichnamsfest 2004

Erntedankaltar - Palmprozession am Palmsonntag -  Heiliges Grab - Weißer Sonntag

2. Altar an der Anton-Höfer-Grundschule - Gottesdienst im Hof der Hauptschule

3. Altar beim Heimatmuseum - In der Edmund-Zimmermann-Straße

4. Altar vor dem Rathaus - Christoph-von-Schmid Denkmal

Kalvarienberg: Kreuzwegstationen wurden renoviert
Thannhausen.  Im Rahmen eines Gottesdienstes während der Bitttage wurden die restaurierten Kreuzwegstationen auf dem Thannhauser Kalvarienberg von Stadtpfarrer Hermann Drischberger neu eingeweiht. Zur Ehre Gottes hatten mehrere Pfarreiangehörige die baufälligen Stationen vorbildlich erneuert. Die Maurervorarbeiten verrichtete Albert Goldstein, für die Malerarbeiten konnten alle drei Thannhauser Malermeister Anton Thoma, Walter Sonnleitner und der leider mittlerweile verstorbene Hans Zimmermann gewonnen werden, die in einer absolut respektablen Gemeinschaftsleistung die 14 Bildstationen und auch den großen Bildstock, der den Abschluss des Kreuzweges auf der Anhöhe bildet, ganz vortrefflich wiederhergestellt haben. Der Stadtpfarrer sprach allen, die zur gelungenen Restaurierung des Kreuzweges beigetragen haben, im Namen der Pfarrgemeinde seinen tief empfundenen Dank aus.
Der Kreuzweg am Thannhauser Kalvarienberg lädt nach der Renovierung durch Thannhauser Handwerker wieder zum Gebet. Auf dem Thannhauser Kalvarienberg stand bereits früher bis zum Jahre 1931 die sogenannte Untermüllers-Kapelle. Diese wurde damals abgebrochen und der Kreuzweg samt dem beeindruckenden großen Bildstock mit Kruzifix an der Spitze der Anhöhe errichtet. Der Kalvarienberg, Teil des sogenannten Herrgottsbergs, gelegen rechter Hand von der Bahnhofstraße Richtung Münsterhausen gegenüber dem ehemaligen Bahnhof, ist ein eher versteckter, stiller Winkel Thannhausens. Durch die genannte Renovierung ist jedoch ein schöner, eindrucksvoller Kreuzweg entstanden. Vor allem die gemalten Bilder auf den Bildstöcken geben sehr plastisch den Leidensweg Jesu wieder. Die Beter, welche in Ruhe die Begegnung mit dem leidenden Erlöser suchen, werden ihn finden, der alle unsere Wege mit uns geht, auch die schweren, steilen und steinigen.
 Seinen Dank sprach der Stadtpfarrer aber auch seiner Pfarrhausfrau Stana Porok aus, welche seit über acht Jahren immer wieder mit viel Liebe den Blumenschmuck im Bildstock arrangiert, und auch dem Thannhauser Mesner Hans Schorer, der auf dem Kalvarienberg immer wieder für Ordnung sorgt.