Gebundene Ganztagsklassen seit 2009

Genehmigung durch das Bayer. Staatsministerium für Unterricht und Kultus am 6. Juli 2009 für die Klasse 1g im Schuljahr 2009/10
Erste gebundene Ganztagsklasse an Grundschulen im Landkreis Günzburg
Klassenbild und Bilder von der Einschulungsfeier im September 2009

Infos zur Ganztagsschule - Rückblick:   

Aktuell: 5/2010  * "Unterwegs zur Ganztagsgrundschule"   Stellungnahme zum Thema Ganztagsschule  von Karl Landherr, Eva Bayer und Kurt Armbruster  
* Interview Mittelschwäbische Nachrichten am 28.5.2010
* Pressemitteilung zur Ganztagsklasse: Fortführung der Klasse 1g in die 2g sicher!Termine: 26.11.2010  Unterrichtsmitschau und Gespräch des Kollegiums und des Elternbeirats mit MdL Alfred Sauter  und Bürgermeister Georg Schwarz über die Ganztagsschule

Klassen:  Klasse 1g mit Lehrerin Petra Boller (Neubau 1)                     
Klasse 2g mit Konrektorin Eva Bayer (Neubau 2)
* Einschulungsfeier am 14.9.2010 
* Spielzimmer und Freizeitgestaltung 
* Merkblatt für Eltern

 

Familienfreundlicher Kurs: Thannhausen hält daran fest

Thannhausen (mcz) - Die Stadt bleibt bei ihrem familienfreundlichen Kurs: Die gebundene Ganztagsklasse an der Anton-Höfer-Grundschule wird im nächsten Jahr fortgeführt. Die Einrichtung ist bislang einmalig im Landkreis. Die Buben und Mädchen werden nach einem Mittagessen an der Hauptschule auch am Nachmittag betreut. Sofern es die Schülerzahlen erlauben, soll außerdem im Herbst ein gebundener Ganztagszug in der ersten Jahrgangsstufe eingerichtet werden. Das entschied der Stadtrat.

Diskussion gab es wegen der Kosten von rund 15 000 Euro, die die Stadt für die Einrichtung selbst zu tragen hat. Darin enthalten sind 5000 Euro, die zunächst an die Regierung von Schwaben überwiesen werden müssen. Die Schule erhält dann 6000 Euro zurück - mit dem Geld wird pädagogisches Personal beschäftigt. Außerdem erhält die Schule zwölf weitere Lehrer-Wochenstunden. Stadträtin Mine Waltenberger-Olbrich bezeichnete die Rechnung als Taschenspielertrick. „Man kann nicht immer die Kommunen belasten“, sagte Manfred Göttner (CSU). Tatsächlich ist nämlich der Freistaat gefordert.

In den 15 000 Euro enthalten ist auch ein Zuschuss für Verpflegung und die Essenausgabe in der Hauptschule. Josef Merk (CSU) wollte die Eltern stärker beteiligen, schließlich profitierten sie von der Nachmittagsbetreuung. Davor warnte Waltenberger-Olbrich: Es gebe eine Reihe von Eltern, die selbst das Essensgeld von drei Euro kaum bezahlen könnten. Das bestätigte Bürgermeister Schwarz. Bedürftige Eltern werden aus dem Hilfsfonds unterstützt. „Lieber hat das Kind etwas zu essen, statt dass es mit leerem Magen auf der Straße steht.“ Er plädierte für die Ganztagsklasse: Jeder schreibe Bildung groß, aber keiner wolle es praktizieren, sagte er überspitzt. Es gehe darum, Jugendliche fitter fürs Leben zu machen. Je besser die Ausbildung, desto höher die Chance, auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen und sich einen eigenen Lebensunterhalt zu verdienen.

Gegen die Fortführung stimmte Josef Merk, der zwar generell für die Ganztagsklasse ist, die Finanzierung aber nicht als Pflichtaufgabe der Stadt sieht. Gegen den Aufbau des Zugs im nächsten Schuljahr verwehrten sich Merk, M. Hartl und Elfriede Wiedemann (beide FW)
MN 5.3.2010