Geschichte Thannhausens

Thennhauser Geschichte in Kurzform

http://thannhausen.vg-thannhausen.de/index.php?id=0,26

 

Lied zur Thannhauser Heimatgeschichte

Nach der Melodie des Waldhornlieds „Wie lieblich schallt..."  
Melodie von Friedrich Silcher
 

1. Wie herrlich liegt im Mindeltal Thannhausen, unsere Stadt. 
   Vor über tausend Jahren schon Tago sie gründet hat.                   ca. 1000 n Chr.
2. Der Schwabe kommt vom Donautal an diesen schönen Ort. 
    Er stößt den Speer ins Erdenreich "Hier bleib ich immerfort!"

3. Aus Lehm und Stroh entsteht ein Dorf vom Urwald bis zum Bach. 
    Man nannt es Tagenhusen bald. Auch andre kommen nach.

4. Die Menschen leben von der Jagd auf Wisent, Hirsch und Bär. 
   Sie züchten Schweine, Rind und Pferd und richten Äcker her.

5. In jener Zeit da gibt es schon ein kleines Kirchhäuslein. 
    Es steht an gleichen Platz wie heut und lädt die Christen ein.

6. Dazwischen steht der Storkenturm zum Schutz der Tainhuser Leut; 
    der Ort wird immer wichtiger und nennt sich schon bald Markt!    ca. 1293

7. Im Lauf der Zeit wird viel gebaut sogar ein Thannhauser Schloss. 
    Dort lebte im Jahre elfhundertneun Ritter Wierinhus.                 ca. 1500

8. Doch dann kommt bald eine schlimme Zeit im Lande wütet die Pest. 
    Die Menschen sterben grauenvoll, es bleibt ein kleiner Rest.        um 1600

9. Ein schlimmer Krieg von dreißig Jahr, der bringt viel Elend und Not,
    Soldaten plündern oft den Ort und viele trifft der Tod.                1618-1648

10. Doch dann naht eine schöne Zeit, Thannhausen blüht jetzt auf. 
    Es kommt der Lehrer Höfer an, man nimmt ihn freudig auf.              1793

11. Vor ganz genau zweihundert Jahr hat er hier angefangen. 
    Er bleibt bis an sein Lebensend. Die Schul trägt seinen Namen.

12. Und drei Jahre drauf, da kommt ein Mann sein Nam war Christoph Schmid.  1796
     Er schreibt sehr schöne Gschichten auf und dichtet manches Lied.

13. Als Pfarrer und als Schulinspektor wirkt er hier zwanzig Jahr.        bis 1816
     Die Kinder hatten ihn sehr gern, ein Jugendfreund er war.

14. Dank Christoph von Schmids Lateinschule und Höfers Unterricht. 
    Thannhauser Kinder sind jetzt gscheit, die Bildung hat Gewicht!

15. Sohn Albert Höfer und Arzt Bauberger, Franz Xaver Stadler und mehr 
     und Pater Albert Schäffler noch machen Thannhausen Ehr.

16. Vor einhundert Jahr, der Bahnhof entsteht für eine Eisenbahn.              1894
     In Dinkelscherben fährt man weg, in Thannhausen kommt man an.

17. Im Jahr neunzehnhunderteins der Pfarrer Jakob Zwiebel,                    1901
     lässt für den lieben Christoph von Schmid ein schönes Denkmal bauen.

18. Zur Zeit, als unsere Großeltern lebten, da gab's zwei schreckliche Kriege.   
     Thannhauser Männer mussten fort und kamen nicht mehr wieder.    1914/18 und 1939/45

19. Neun zehn hundert drei und fünfzig - Thannhausen wird eine Stadt,                1953
      an Einwohnern sie insgesamt ca. viertausend hat.

20. Zwei Jahre später, da wird gebaut ein Schulhaus an der Mindel.              1955
     Es lernen heute noch darin die braven Grundschulkinder.

21. Wir feiern heut ein großes Fest die Schul erhält einen Namen                 1993
     zu Ehren Anton Höfers heut sind wir zusammen kommen.

22. Wie herrlich liegt im Mindeltal, Thannhausen unsere Stadt. 
      Gott schütze bitte weiterhin die gute Gemeinschaft.

23. Und außerdem feiern wir heut einen runden Geburtstag. 
      Unsre Schul ist zwanzig Jahre alt - noch lang sie leben mag.                 1973 - 1993

24. Von dieser Zeit gibt's viel zu erzählen: Von Lehrern, Kindern, Rektoren, 
      vom Schulfest und der Buchwoche und manchen Eselsohren!

(gedichtet von K. Landherr zur Namensgebung im Jahr 1993 für das Höferspiel)     

 

1953   50 Jahre Stadt Thannhausen    2003  

Pressebericht

Festrede, Einlagen und Überraschungen
Großer Festakt zum Stadterhebungs-Jubiläum im Festzelt

Thannhausen (hli/fbu).

Als der Markt Thannhausen vor 50 Jahren die Nachricht bekam, dass er Stadt werden sollte, beschlossen die Gemeinderäte, die Stadterhebung im Rahmen des Volksfestes zu feiern. Zur offiziellen Urkundenübergabe kam Innenminister Dr. Wilhelm Hoegner an die Mindel. Um den Festakt gruppierte sich ein Kranz von Feiern. Nach 50 Jahren soll es ähnlich sein: Den Festakt feiert die Stadt im Rahmen des Volksfestes, das Restprogramm hat die Stadt aber über das Jahr verteilt.

Der damalige bayerische Innenminister und stellvertretende Ministerpräsident Dr. Wilhelm Hoegner war beim Festakt zur Stadterhebung am 30. Juni der „große“ Prominente. Knapp 50 Jahre später hält ein anderer Großer aus der Politik die Festansprache, der ehemalige Bundesfinanzminister und CSU-Vorsitzende Dr. Theo Waigel. Beginnen wird der Festakt im Festzelt des 53. Thannhauser Volksfestes heute um 14 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst. In das Restprogramm der Grußworte und Ansprachen sind zur Unterhaltung Einlagen der 3. und 4. Klassen der Anton-Höfer-Grundschule und Überraschungen eingestreut. Eingeladen ist die gesamte Bevölkerung Thannhausens. 1953 feierte die aus der Taufe gehobene Stadt eine gute Woche am Stück. Im Jubiläumsjahr 50 Jahre danach gibt es mehrere, über das Jahr verteilte Feste: das Bürgerfest vom 27. bis zum 29. Juni und das Stadtfest vom 1. bis zum 3. August.

Im Jahr der Stadterhebung brachte Thannhausen sein Rathaus mit einem Fassadenanstrich auf Hochglanz. Das Alte Rathaus wurde diesmal ein Jahr früher restauriert. Zum Stadtjubiläum abgeschlossen wurde die Sanierung der Stadionkapelle. Offiziell der Öffentlichkeit übergeben wird das kunstgeschichtliche Kleinod zum Auftakt des Bürgerfestes.

Den Tag der Jubiläumsfeier beschließt im Festzelt der Auftritt der „Schwäbischen 12“ ab 19.30 Uhr. Sie sind als Stimmungsmacher im Schwäbischen Raum geschätzt, auch deswegen, weil ihr Repertoire von der böhmisch-mährischen Blasmusik über moderne Unterhaltungsmusik bis hin zu Eigenkompositionen reicht.

Am Sonntag kommt ab 14 Uhr die Patenkapelle von der Musikvereinigung Krumbach mit ihrem Dirigenten Berthold Leicht ins Thannhauser Festzelt.

Den letzten Ton beim 53. Volksfest haben schließlich die Hausherren: Die Musikvereinigung Thannhausen spielt unter der Leitung von Reiner Sonnleitner bis zum Brillantfeuerwerk um 22.30 Uhr.

Mittelschwäbischen Nachrichten  vom 5..05.2003

 

Gründungshügel zur 900-Jahr-Feier der Stadt Thannhausen

 
Am Do, 20.5., wird sich unsere Schule an der Gestaltung eines „Gründungshügels“ „900 Jahre Thannhausen“ im Röschpark beteiligen.
Jedes Kind gestaltet in der Schule einen großen Kieselstein mit einer Jahreszahl.
Eine abschließende Feier, an der auch unsere Schule teilnimmt, findet dann am Fr, 21.5., um 11 Uhr am Gründungshügel statt.
  Steine für die Ewigkeit  von Maximilian Czysz
Um die große Kugel mit der Schrift zur 900-Jahr-Feier werden Ende der Woche spiralförmig die Jahressteine der Kinder gelegt und dann befestigt. Die Kugel symbolisiert die Perle des Mindeltals.

Thannhausen Was ist 1617 in Thannhausen passiert? Und was war 1818? Die Buben und Mädchen von Grund-, Haupt- und Realschule schule sowie Kindergarten kennen die Antworten - zumindest haben sie sich im Unterricht mit der Stadtgeschichte befasst, die jetzt in einem Gemeinschaftsprojekt zusammengefasst wird: Im kleinen Park an der Mindel entsteht ein Gründungshügel.
Er baut sich auf 900 bemalten Steinen auf - sie sind handgroß und stammen aus der Mindel. Die Idee zu dem Projekt hatte Johann Lenk vom Jubiläumsjahr-Arbeitskreis. Er fragte sich: „Was haben wir in Thannhausen, was wir früher hatten?“ Die Antwort: Steine. Die künstlerische Umsetzung hatte Grundschullehrer Kurt Armbruster übernommen.
Jedes Kind befasste sich mit einer Jahreszahl und schmückte sie mit Filzstiften oder Farben aus. „Bestimmte Steine wurden besonders bemalt“, sagt Karl Landherr, der Leiter der Anton-Höfer-Grundschule. Zum Beispiel wird 1953 hervorstechen: Damals hat Thannhausen nicht nur ununterbrochen den Fernsprechdienst erhalten, sondern wurde Stadt. Der damalige Innenminister Dr. Wilhelm Hoegner unterzeichnete im Mai die Stadterhebungsurkunde, was mit dem Volksfest gefeiert wird.
Etwas kleiner ist der Rahmen für den Festakt am Freitag um 11 Uhr im Stadtpark: Die beteiligten Kinder werden singen und musizieren, der Gründungshügel wird offiziell vorgestellt. Ehrengast ist Jakob Zimmermann, mit 100 Jahren einer der ältesten gebürtigen Thannhauser. Er kann sicherlich aus seinen Erinnerungen zum einen oder anderen Jahresstein berichten. Was 1617 in Thannhausen passiert ist, lässt sich übrigens im Heimatbuch von Hans Bronnenmaier nachschlagen: Wegen Rossdiebstahls und doppeltem Ehebruch wurde ein Thannhauser mit dem Schwert hingerichtet. Im Protokoll der Akten „Thainhauser“ Gerichtsbarkeit heißt es: „Dieser armen Seel wolle Gott der Herr gnädig und barmherzig sein und am jüngsten Tag eine fröhliche Auferstehung zum ewigen Leben verleihen. Amen.“ 1818 erhielt Thannhausen erstmals eine städtische Verfassung: Bürgermeister war Handelsmann Johann Holl, zum Magistrat gehörten sechs Räte.
 

Bilder von der Feier

Die Höferspatzen singen zur Begrüßung und am Schluss das Thannhauser Heimatlied  - Bürgermeister Georg Schwarz begrüßt die Gäste
 
Lehrer Kurt Armbruster erklärt den Gründungshügel - Der 1. markante Stein von 1109

Der 100-jährige Jakob Zimmermann (daneben der 900-Jahrfeier Koordinator Hans Lenk) setzt den derzeit letzten Stein 2010.